URLAUB / ABWESENHEITEN
Hier erfahren Sie rechtzeitig, wann ich abwesend bin, und wer mich vertritt.
Wir machen Sommerferien vom 18. August (Mittwoch) bis zum 7. September (Dienstag). Am Mittwoch, den 8. September halten wir wieder reguläre Sprechstunde ab. Unsere Vertreter:
Vom 18. bis 31. August:
Dr. Jörg Schweizer
Perusastrasse 2
Tel.: 29 45 11
Vom 1 bis 7. September:
Dr. Dieter Spelsberg
Burgstrasse 7
Tel.: 22 91 85
Dr. Al-Issa
Seit Anfang Juli hat sich unserem Team eine Ärztin angeschlossen.
Frau Dr. Lama Al-Issa arbeitet sich ein und wird mich ab jetzt unterstützen.
Wichtiges in Kürze:
• Jahrgang 1970
• Ausbildungsstationen in Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Urologie, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Kinderheilkunde, Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie
• Sprachen: Englisch, Arabisch
Neues vom Gesundheitssystem (Stand: 14.3.2010)
Nachdem die "neue" Regierung jetzt lange genug im Amt ist, kann ich mich wagen, Ihnen erneut meine Ansichten zur Entwicklung des Gesundheitssystems mitzuteilen.
Folgende Neuerungen haben sich ergeben:
1. Für nahezu alle gesetzlich versicherten Patienten sind (gegen den Widerstand der Krankenkassen) Hausarztprogramme etabliert worden. Die Kassen wurden per Schiedsverfahren dazu gezwungen, da sie aus eigener Initiative dem Gesetz keine Folge geleistet hatten. Das bedeutet: es gibt keinen Rechtsweg, der eingeschlagen werden kann, die Entscheidung ist endgültig.
Ab sofort können Sie sich also in der Praxis in die Programme einschreiben.
Ihre Vorteile:
- je nach Krankenkasse Erweiterungen im Untersuchungsumfang und bei den Vorsorgeeleistungen
- je nach Krankenkasse Wegfall der Praxisgebühr
- Erhalt Ihrer Hausarztpraxis, die mit den alten Honoraren nicht mehr lange weiter existieren könnte
2. Privatpatienten werden wegen der Querfinanzierung des Kassensystems und dem politisch gewollten Schwund der Mitgliederzahlen auch in Zukunft steigende Beiträge zu zahlen haben. Ene Reform der in diesem Bereich geltenden GOÄ (Gebührenordnung der Ärzte) steht nicht an. Die Regierungen sind auch hier - wegen der großen Zahl an beamteten Privatpatienten - extrem vorsichtig.
3. es wird auch unter dieser Regierung keine Reform des Gesundheitswesens geben. Wer seine Hoffnungen auf eine veränderte Parteienlandschaft gesetzt hat, wird enttäuscht werden. Dafür gibt es vielfältige Gründe:
- es gibt in unseren Parlamenten kaum mehr Mandatsträger, die nicht Berufspolitiker sind. Die meisten Abgeordneten sind öffentliche Angestellte oder Beamte, haben aber nie in einem anderen "Beruf" als dem des Politikers gearbeitet. Ihr vordergründiges Streben ist auf Erhalt Ihres Mandats gerichtet. Dies ist völlig unabhängig von der Parteizugehörigkeit.
- die Gesundheitspolitik ist ein Minenfeld, in dem ein Politiker immer verlieren, selten aber gewinnen kann:
a. die Gruppe der "Patienten" (oder der gesetzlich versicherten Menschen) ist die größte Wählergruppe in unserer Gesellschaft. Um eine echte Reform durchzubringen, müssten unangenehme Einschnitte offen vertreten werden. Überlegen Sie sich selbst, ob Sie eine Partei wählen werden, die Ihre Gesundheitsleistungen reduziert. Überlegen Sie sich auch, ob Bürger, die Nettobezieher von Sozialleistungen sind (Rentner, Arbeitslose, wenig begüterte Menschen) dies tun werden.
b. Vorausgesetzt, es gäbe einen Gesundheitsminister, der bereit wäre, seine Karriere für die Stabilisierung des Systems zu opfern: auch dieser Politiker wird von den anderen Machthabenden ausgebremst werden. Es wird keiner tatenlos zusehen, wie der Ast, auf dem alle sitzen, abgesägt wird. Herr Rösler ist chancenlos.
c. Auch wenn Sie und ich möglicherweise nicht davon profitieren: der Gesundheitssektor macht weltweit riesige Umsätze. Finanzanalysten erwarten, dass hier in Zukunft einer der wenigen sichtbaren Wachstumsmärkte liegt. In wenigen anderen Feldern tummeln sich so viele Lobbyisten wie hier. Das fängt mit Ihnen und mir an und hört bei den global players auf. In der Mitte tummeln sich kassenärztliche Vereinigungen, Versicherungen, Ärzteverbände, Apotheker, etc. Gegen diesen Widerstand ist schwer zu regieren
- Sie und ich verhalten uns auch nicht besser als alle anderen. Jeder sucht seinen Vorteil. Und das in allen westlichen Demokratien verankerte Prinzip der Sozialleistungen wird im Zusammenhang mit dem oben beschriebenen Wandel der Parlamente dafür sorgen, dass sich nichts ändern kann.
Gleichzeitig sinken die Einnahmen des Staates, die Finanzierungslöcher werden größer. Gleichzeitig wird auch der Finanzierungsbedarf wegen der anhaltenden technischen Fortentwicklung und der sich verändernden Alterstruktur der Bevölkerung immer größer. Es ist unter diesen Bedingungen nicht schwer vorherzusagen, was passieren wird:
Steigende Kosten, mangelnde Finanzierungsmöglichkeiten, und
mangelnder Reformwillen müssen zwangläufig dazu führen, dass das System in dieser Form kollabieren wird.
Ich bezweifle, dass jemand die Notbremse ziehen wird, bevor die Kollapsgefahr akut wird - ganz analog zum System der bankrotten Banken.
Insgesamt ist zu erwarten, dass auf "kaltem" Wege (möglichst ohne öffentliche Diskussion) die Leistungen reduziert werden müssen. Wo und wie das geschehen wird, wird uns die Zukunft zeigen.
Impfungen gegen Influenza ("Grippeimpfung") und gegen H1N1 ("Schweinegrippe")
14.3.2010:
Fazit der Erfahrungen bislang: in meiner und in den anderen Arztpraxen lagern hunderte von Dosen nichtbenutzter Impfstoffe. Bundesweit sind 80% der bestellten Impfstoffe nicht benutzt worden.
Eine epidemische Welle der "Schweinegrippe" ist trotz niedrigen Impfzahlen ausgeblieben.
Deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren haben sich gegen die "normale" Influenza impfen lassen.
Die in den ersten Monaten des Jahres normalerweise auftretende Grippewelle ist dieses Jahr ausgeblieben. Möglicherweise ist das eine die Folge des anderen.
15.12.09:
Die Informationspolitik ist weiterhin eher chaotisch. Wenn die ganze Vorgehensweise ein Test für den Ernstfall sein sollte, dann ist er einfach schief gelaufen.
Immerhin besteht jetzt weitgehend Einigkeit über die Ungefährlichkeit von Pandemrix, dem zur Verfügung stehenden Impfstoff
. Jetzt endlich, im Dezember, wird der Impfstoff für Schwangere verfügbar sein (nur bei niedergelassenen Frauenärzten) - viel zu spät!
Es ist weiterhin nun klar, dass im Allgemeinen jeder nur einmal geimpft werden muss, um einen ausreichenden Schutz zu erwerben
14.11.09:
Der Impfstoff gegen die Influenza kann in beiden Praxen geimpft werden.
Wie jedes Jahr, so ist auch der diesjährige Impfstoff auf der Basis des letztjährigen Erregers der Influenza hergestellt worden.
Die Influenza ist eine jährlich auftretende, saisonale Erkrankung, die in den Wintermonaten in Deutschland jedes Jahr tausende Todesfälle verursacht. Die Impfung ist die einzig wirksame und vorbeugende Maßnahme gegen die Erkrankung und daher zu empfehlen. Ganz besonders gilt das für Menschen über 60 und jeden Menschen mit bestehenden Organerkrankungen.
Die sogenannte Schweinegrippe oder neue Grippe tritt auch außerhalb festgelegter saisonaler Grenzen auf und wird von dem Virus H1N1 verursacht. Die Übertragung erfolgt genau wie beim saisonalen Influenzavirus durch Tröpfcheninfektion (Husten/Niesen, etc.). Bislang war der Verlauf der Erkrankung bei allen Erkrankten deutlich weniger gefährlich als bei der saisonalen Influenza. Der große Rummel um die neue Grippe beruht auf der Tatsache, dass der Erreger pandemisch auftritt, also: sich in kurzer Zeit um die ganze Welt verbreitet hat. Theroretisch war und ist es möglich, dass allein Deutschland sich in einer Grippewelle hunterttausende von Menschen anstecken. Da zum Zeitpunkt des Entschlusses möglich war, dass die Erkrankung auch schwer verlaufen könnte, hat sich die Bunderegierung entschlossen, in großen Mengen Impfstoff zu bestellen. In anderen Ländern hat man sich dagegen entschieden.
Inzwischen ist der Impstoff fertig. Von der Firma hergestellt, wird er an die Bundesländer ausgeliefert, die dann die gleichmäßige Verteilung gewährleisten sollen. In Bayern ist dafür das Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit zuständig.
Aber: im regulären Impfstoff gegen die Influenza war schon 2008 ein Drittel H1N1 enthalten, und auch im Impfstoff 2009 ist dies so. Wer sich 2008 gegen die Influenza hat impfen lassen, konnte damit rechnen, einen gewissen Schutz gegen die Schweinegrippe erworben zu haben. Diese Jahr ist dies nicht anders. Ein weiterer Grund für die Grippeimpfung, die Impfung gegen die saisonale Influenza. Wenn Sie sich gegen die neue Grippe impfen lassen möchten, sollten Sie sich auf jeden Fall auch gegen die saisonale Influenza impfen lassen!
22.11.09: update H1N1/Influenza A1("Schweinegrippe")
Der Impfstoff steht auch in meiner Praxis zur Verfügung
Wir Ärzte mussten wie Sie leider häufig aus der Tagespresse erfahren, wie der Stand der Dinge war. Weder die ärztlich übergeordneten Stellen, noch die Regierung Bayerns haben es bis vor kurzem fertiggebracht, klare und nachvollziehbare Informationen mit eindeutigen Daten und Fakten zur Verfügung zu stellen - ein Desaster. Daher hatte ich Ihnen die Information zur Verfügung gestellt, die nach Lage der Dinge am seriösesten erschien.
Die Herstellung und Verteilung des Impfstoffes folgt einem Plan, der von der Bundesregierung 2007 - noch unter der Führung von Frau Schmidt - zur Bekämpfung der Vogelgrippe erstellt wurde. Angesichts der chaotischen Zustände bleibt zu hoffen, dass die jetzt Verantwortlichen aus der Misere lernen. Im Falle einer wirklich gefährlichen Erkrankung hätte das jetzige Vorgehen schon Tausende von Menschenleben gefordert.
Inzwischen herrscht jedoch weitgehend Klarheit über die Ungefährlichkeit des Impstoffes - aus meiner Sicht kann er ohne Gefahr für die Geimpften verabreicht werden. Er unterscheidet sich nur unwesentlich von den Ihnen bekannten anderen Impfstoffen. (um genau zu sein: Thiomersal und Squalen sind technisch gesehen nicht sehr elegant, aber sie stellen keine Gefahr da. In Schweden sind zehntausende von Menschen geimpft worden, ohne dass nennenswerte Zwischenfälle verzeichnet wurden, die eindeutig auf die Impfung zurückgeführt werden konnten). Zu rechnen ist mit Schwellungen und Unannehmlichkeit an der Impfstelle sowie mit Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit und erhöhter Temperatur. Bei den in meiner Praxis geimpften Personen gingen die Impfnebenwirkungen bislang nicht über diese Symptome hinaus.
Geimpft werden jetzt:
alle Menschen, die geimpft werden möchten. (es wird zunehmend klar, dass massenweise Impfstoff übrig sein wird, da nur eine Minderheit der Bevölkerung sich impfen lassen möchte).
Ältere Menschen scheinen weniger betroffen zu sein als die 20 - 40jährigen. Schwangere scheinen stärker betroffen zu sein. Hier wäre die Impfung sehr zu empfehlen. Wegen der besonderen Situation ist hier eine individuelle Besprechung unerläßlich.
P.S.: dass Bayern das "Epizentrum" der Schweinegrippe in Deutschland darstellt, steht nicht nur in Ihrer Zeitung: Das ist tatsächlich so. Zur Wiesn haben mehrere Millionen Menschen aus der ganzen Welt Ihre Viren in München mischen dürfen. Schweinegrippe und alle anderen momentan grassierenden Viruserkrankungen, die Kindergärten, Schulen und Betriebe zum Teil erheblich behindern, haben mindestens zum Teil Ihren Grund hierin. Wäre es den Verantwortlich wirklich ernst gewesen mit einem Pandemieplan, hätte die Wiesn dieses Jahr nicht statfinden dürfen....
Die untenstehenden Artikel werde ich Ihnen trotz meiner generellen Zustimmung zur Impfung nicht vorenthalten, sie entstammen dem Arzneimittelbrief, einer der wenigen unabhängigen Arzneimittelinformationen für Ärzte, herausgegeben von einer unabhängigen Gruppe von Pharmakologen, werbefrei und ausschließlich durch Abonnementsgebühren finanziert:
Schweinegrippe - eine inszenierte Pandemie als Konjunkturprogramm?
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Seit Monaten werden die Menschen in vielen Staaten der Welt fast täglich durch Berichterstattung über die möglichen Bedrohungen durch die Schweinegrippe mit den Instrumenten der "main stream"-Berichterstattung in Angst versetzt. Bisher gab es nur wenige kritische Stimmen. Mittlerweile sind einige der Ziele dieser irrationalen Berichterstattung zu erkennen.
Die Bevölkerung wurde durch die Medien auf eine Massenimpfung vorbereitet. Diese Aktion mit einem neu entwickelten Impfstoff wurde von einem der ganz wenigen Kritiker dieser Kampagne als "Großversuch an der Bevölkerung" bezeichnet (1). Diese Einschätzung ist nach dem jetzigen Kenntnisstand zu dieser Infektionserkrankung aus den folgenden Gründen sehr zutreffend.
Jede Impfung - erst recht eine akute Massenimpfung - muss einer kritischen Abwägung zwischen dem Nutzen und der potenziellen Gefährdung standhalten (2-5). Die vorliegenden Daten zeigen, dass die Schweinegrippe klinisch deutlich milder verläuft als eine saisonale Influenza. Deswegen ist derzeit das Nutzen-Risiko-Verhältnis ungünstig.
Die geplante Massenimpfung basiert auf zwei Annahmen, die nicht sicher sind: 1. Das Schweinegrippevirus wird sich verändern und kommt in einer zweiten Welle, die klinisch schwerer verläuft, wieder. 2. Der Impfstoff, der aus dem jetzigen Virus entwickelt wird, ist gegen das dann potenziell veränderte Virus noch wirksam. Beides ist unwahrscheinlich. In der Regel ist es genau andersherum. Die Viren passen sich dem Wirt an und die Krankheit verläuft weniger schwer.
Die neuen Impfstoffe sind potenziell gefährlicher als der saisonale Grippeimpfstoff, da die sonst üblichen Sicherheitsüberprüfungen übersprungen werden. Darüber hinaus ergeben sich neben den verwendeten Antigenen auch Unterschiede durch Zusatzstoffe, die für die Konservierung des Impfstoffes verwendet werden. Hierfür werden z.B. Quecksilberverbindungen benutzt. Im Moment geht man von vier in Europa zugelassenen Schweinegrippe-Impfstoffen aus. Nach Angaben der Hersteller werden drei davon Adjuvanzien enthalten, die die Immunreaktion verstärken und Antigen einsparen sollen, um größere Mengen des Impfstoffs bereitzustellen zu können (gestreckter Impfstoff). Neben Aluminiumverbindungen werden ölige Emulsionen, die Squalen enthalten, als Adjuvanzien verwendet. Squalen ist schon deshalb problematisch, weil es aus Haifischleber hergestellt wird und fast alle Haifischarten bedroht sind. Man erhofft sich durch die Immunverstärkung neben der Einsparung von Antigen auch eine Immuninduktion gegen genetisch gering veränderte H1N1-Viren. Zudem wird der neue Impfstoff durch auf Zelllinien etablierte Viren gewonnen.
Welche Rolle diese Zusatzstoffe bei der Induktion von UAW spielen werden, ist derzeit nicht einzuschätzen. Auch ist hinsichtlich der Immunantwort gegen pandemische Influenzaviren vieles nicht geklärt. So haben Tierversuche mit dem pandemischen Influenzavirus von 1918 ergeben, dass die Stärke der Immunantwort mit der Schwere des Krankheitsverlaufs korrelierte: Tiere mit der stärksten Immunantwort starben am häufigsten an der Erkrankung (6). Dies könnte erklären, warum gerade bei jüngeren, sehr immunkompetenten Menschen die Erkrankung schwerer verlaufen ist. Eine zu starke Immunantwort bei einer Infektion kann auch Risiken mit sich bringen.
Es ist möglich, dass die UAW der neuen Impfstoffe deutlich ausgeprägter sein werden als beim saisonalen Grippeimpfstoff. Darüber hinaus ist bei Einsatz eines ähnlichen Impfstoffs in den USA häufiger das Guillain-Barré-Syndrom aufgetreten. Hierbei handelt es sich um eine aufsteigende motorische Lähmung, die bis zur Atemlähmung voranschreiten kann. Sie bildet sich zwar meist wieder zurück. Bei der Masse der Impfungen werden, wie bei anderen Impfungen, aber auch tödliche Impfreaktionen auftreten. Immerhin sind bei einer ähnlichen Impfaktion 1976 in den USA 40 Menschen gestorben (7, 8). Dies alles ist nicht zu verharmlosen.
Wer hat Interesse an dieser Angst erzeugenden Desinformation über die Schweinegrippe?
1. Die Regierungen verschiedener Industriestaaten. In vielen Industrieländern, darunter auch in Deutschland und den USA, wurde die Impfstoffproduktion der Pharmaindustrie massiv subventioniert. Die dadurch entstandenen riesigen Produktionsanlagen sind fertig, aber einige der früher prognostizierten Seuchen, die die Bevölkerung der Erde gefährden sollten (SARS = Severe acute respiratory syndrome, Vogelgrippe) haben nicht lange genug angehalten, um die Produktion richtig in Gang kommen zu lassen. Bei der jetzigen Schweinegrippe hat die Regierung der Bundesrepublik der Industrie die Abnahme des Impfstoffs garantiert. Zusammen mit anderen Ländern wurden über 300 Mio. Dosen bestellt. Alleine in den USA sind es 160 Mio. für die erste Welle (9). Ein Milliardengeschäft. Die Rechnung für dieses "Konjunkturprogramm" werden wie immer Krankenversicherte und Steuerzahler bezahlen müssen. Das I-Tüpfelchen auf dem Ganzen ist, dass die USA-Regierung allen Herstellern von Schweinegrippe-Impfstoffen Immunität hinsichtlich eventueller Klagen von Impfgeschädigten zugesagt hat (10). Dies bedeutet im Klartext, dass im Falle eines Impfschadens der Betroffene keine rechtliche Grundlage für Schadensersatz hat. Die Bundesregierung hat eilig erklärt, in solchen Fällen einzuspringen. Woher wird sie wohl das Geld für solche Schadensersatzforderungen nehmen? Grundsätzlich sind Impfungen bei schwer verlaufenden Erkrankungen und bei bestimmten Risikokonstellationen wichtig und sollen nicht in Frage gestellt werden. Es gibt Studien, die zeigen, dass die saisonale Grippe-Impfung für gefährdete Personengruppen wirksam ist (11). Dies alles trifft aber auf die Schweinegrippe nicht zu.
2. Die Pharmaindustrie , die im Impfstoffgeschäft und bei der Herstellung von Anti-Grippemitteln tätig ist. Sieht man sich die internationalen Verflechtungen an, ist es praktisch die gesamte Pharmaindustrie, die hier eine Konjunkturspritze bekommt.
3. Die Gesundheitsbehörden (WHO, Bundesoberbehörden) können durch weit reichende Entscheidungen ihre Bedeutung demonstrieren. Für die Regierungen, die WHO und die Pharmaindustrie ist es natürlich ideal, eine harmlose Erkrankung als Weltbedrohung aufzubauen, gemeinsam davon zu profitieren und am Ende sich gegenseitig zu beglückwünschen, wie gut doch durch die enge Zusammenarbeit die Bedrohung abgewendet wurde. Um die Schweinegrippe eine Pandemie nennen zu können, wurde sogar die Gefährlichkeit aus der WHO-Definition einer Pandemie entfernt.
Es ist wichtig, auf Epidemien mit einer angemessenen Strategie zu reagieren. Wird von offiziellen Stellen bei relativ harmlosen Infektionskrankheiten Panik verbreitet, sinkt die Glaubwürdigkeit in der Bevölkerung, und es besteht die Gefahr, dass sinnvolle Empfehlungen in einem wirklichen Ernstfall nicht mehr beachtet werden (12).
Fazit: Um sich vor einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus zu schützen, empfehlen wir ganz allgemeine Maßnahmen, die auch vor anderen Infektionen schützen, z.B. größere Menschenansammlungen und unnötige, enge Körperkontakte vermeiden und vor allem gründliches, besonders häufiges Händewaschen mit Seife (13). Weiterreichende Schutzmaßnahmen, wie das Tragen von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit, empfehlen wir zurzeit nicht. Bei der jetzigen Datenlage raten wir von einer Impfung gegen die Schweinegrippe ab.
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Influenzaviren 1918 bis heute - die "pandemische Ära"?
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Ein H1N1-Influenza-A-Virus war bei der weltweiten Grippepandemie 1918-1919 möglicherweise beteiligt. Nun stellen einige renommierte Wissenschaftler vom "National Institute of Allergy and Infectious Diseases" der USA (1) dieses seit einigen Jahren aus eingefrorenem Material sequenzierte Virus sogar als Gründer einer viralen Dynastie dar.
Influenza-Viren haben acht Gene, von denen zwei die Oberflächenantigene Hämaglutinin (H) und Neuraminidase (N) kodieren, die dem Virus ermöglichen, eine Wirtszelle zu befallen und sich von Zelle zu Zelle auszubreiten. Diese Antigene lösen auch die Immunantwort des Wirts aus. Es gibt 16 H-Untereinheiten und neun N-Untereinheiten, so dass sich 144 mögliche HN-Kombinationen ergeben. Bei den Menschen-infizierenden Influenza-Viren hat man jedoch nur drei Kombinationen gefunden (H1N1, H2N2 und H3N2). Viren mit anderen Kombinationen, wie z.B. das Vogelgrippe-Virus H5N1, befallen Menschen nur gelegentlich.
Für ein besseres Verständnis schlagen die Autoren (1) vor, sich Influenza-Viren als Gen-Teams mit acht Spielern vorzustellen, die mit anderen Teams zusammenarbeiten und gelegentlich Spieler austauschen, um neue Fähigkeiten zu erlangen, wie z.B. einen anderen Wirt zu infizieren. Sie spekulieren weiter, dass 1918 durch aviäre Influenzaviren (Vogelgrippe) ein zusätzlicher Satz von acht Genen hinzu kam. Bisher unbekannte Mechanismen ermöglichten es dann diesem Virus, die Artenbarriere zu überwinden, Menschen und Säugetiere zu infizieren und von Mensch zu Mensch übertragen zu werden.
Während der schweren Pandemie von 1918 übertrugen Menschen das Virus auch an Schweine, in denen es seitdem zirkuliert. Schweinezüchter in Iowa, die ihre Tiere im Herbst 1918 auf der "Cedar Rapids Swine Show" präsentierten, klagten damals bereits über eine respiratorische Erkrankung ihrer Herden, die in ihren Symptomen denen der menschlichen Influenza ähnelte (2). Auch dieses ist reine Spekulation, da wir nicht wissen, ob unter Schweinen bereits früher ein H1N1-Influenzavirus zirkulierte.
Auch wird behauptet, alle derzeit an den Menschen adaptierten Influenza-A-Viren, sowohl saisonale Variationen als auch solche, die schwere Pandemien ausgelöst haben, stammten direkt oder indirekt vom "Gründer-Virus" des Jahres 1918 ab. Welche Botschaft soll mit diesem Bezug suggeriert werden? Etwa die, dass wir jetzt einen direkten oder fast direkten Nachfolger haben, und dass deshalb auch dieses Virus sehr gefährlich sein wird? Angesichts der vielen Hypothesen erscheint uns dies als Angstmache.
Die Autoren schreiben sehr bildhaft, dass das menschliche Immunsystem und Influenza-A-Viren seit 1918 einen komplizierten "Pas-de-deux" tanzen, bei dem jeder versucht, die Führung zu übernehmen. Dies gilt jedoch mehr oder weniger für die meisten humanpathogenen Erreger und ist keine Besonderheit von H1N1. Trotz der vielen unbewiesenen Annahmen finden die Autoren zum Schluss doch wieder zu einer realen Beurteilung der Situation, der wir so als Fazit zustimmen können.
Fazit: Insgesamt scheinen die Pandemien seit 1918 in ihrer Schwere abzunehmen. Dies liegt zum einen vermutlich am medizinischen Fortschritt, zum anderen spiegelt es aber möglicherweise auch den evolutionären Vorteil der Viren wieder, die ihren Wirt nicht umbringen. Leicht erkrankte Opfer dienen der Weiterverbreitung des Virus am besten. |
Saisonale Influenza: Nutzen von Neuraminidaseinhibitoren bei Kindern in Therapie und Prophylaxe fragwürdig
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Kinder sind während Grippeepidemien besonders betroffen. In dieser Altersgruppe können bis zu 40% erkranken (1). Schulkinder sind die Hauptquelle für Infektionen in privaten Haushalten (2). Darüber hinaus sind Komplikationen bei einer saisonalen Influenzainfektion bei Kindern häufig und manchmal schwerwiegend. So kann eine akute bakterielle Otitis media bei 20-50% der Kinder unter sechs Jahren auftreten (3).
Von den mit dem neuen Schweinegrippe-Influenzavirus" (H1N1) infizierten Menschen sind in England 30% Kinder unter zehn Jahren alt gewesen (4). Die WHO hat in der Behandlung und Prophylaxe der neuen Schweinegrippe bei Kindern Neuraminidaseinhibitoren empfohlen (5). Die Schweinegrippe ist aber bei Kindern in Europa bisher sehr milde und deutlich weniger komplikationsreich als die saisonale Influenza verlaufen. Die Datenlage zur Therapie von Kindern mit Schweinegrippe mit Neuraminidaseinhibitoren ist völlig unzureichend.
In einer sehr sorgfältigen Metaanalyse im BMJ wurden jetzt die verfügbaren Studien zur Behandlung und Prophylaxe der saisonalen Influenza von Kindern mit Neuraminidaseinhibitoren untersucht (6). Für die Metaanalyse wurden alle randomisierten kontrollierten Studien herangezogen, in denen Kinder bis zwölf Jahre wegen Verdacht oder nachgewiesener Influenzainfektion mit Neuraminidaseinhibitoren behandelt worden waren. Darüber hinaus wurden alle Studien berücksichtigt, in denen Kinder innerhalb eines Haushalts mit einem Grippeinfizierten prophylaktisch einen Neuraminidaseinhibitor bekamen. Als primärer Endpunkt wurden die Zeiten bis zur Genesung in den Behandlungsstudien bzw. Ansteckung mit Influenza in der Prophylaxegruppe definiert.
In die Metaanalyse gingen 1766 Kinder ein (1243 davon hatten eine bestätigte Influenza). In die Prophylaxestudie gingen insgesamt 833 Kinder ein. Nur in zwei der Behandlungsstudien wurde überhaupt ein signifikanter Unterschied gesehen. Die Genesung in diesen Studien konnte durch die Behandlung mit Neuraminidaseinhibitoren um 0,5-1,5 Tage verkürzt werden. In den Prophylaxestudien konnte durch eine 10-tägige Gabe von Neuraminidaseinhibitoren eine symptomatische Influenzainfektion um 8,5% (95%-Konfidenzintervall: 5-12%) reduziert werden. Nur eine Studie berücksichtigte Asthmasymptome. Es wurde kein Einfluss der Behandlung mit Neuraminidaseinhibitoren auf Exazerbationen eines Asthmaleidens gefunden. Auch der Gesamtverbrauch von Antibiotika wurde durch die Behandlung mit Neuraminidaseinhibitoren nicht gesenkt. Zanamivir (Relenza ® ) wurde gut vertragen. Unter Oseltamivir (Tamiflu ® ) trat häufiger Erbrechen auf (Number needed to harm = 20) und auch, vor allem in Japan, bedrohliche neuropsychiatrische Zwischenfälle (7).
Fazit: Nach dieser Studie ist die Wirksamkeit von Neuraminidaseinhibitoren bei Behandlung und Prophylaxe von Kindern mit saisonaler Influenza oder Risiko einer Influenzainfektion sehr gering. Eine generelle Empfehlung, Kinder, die mit dem neuen Schweinegrippevirus infiziert sind, mit Neuraminidaseinhibitoren zu behandeln, ist nach den Erfahrungen bei der saisonalen Influenza nicht gerechtfertigt, zumal die Schweinegrippe in Mitteleuropa bisher bei Kindern weniger schwer als die saisonale Influenza verlaufen ist.
Präventionsprojekt "Sturzprävention im Alter"
Meine Praxis nimmt am Projekt Sturzprävention teil. Durchgeführt wird es von der TU München an interessierten Praxen in München. Teilnehmen können ältere Menschen über 65 Jahre.
Internationale Daten belegen, dass jeder Dritte der über 65-Jährigen mindestens einmal pro Jahr stürzt, ein hoher Anteil davon sogar mehrmals. Bei den über 80-Jährigen stürzt bereits jeder zweite einmal im Jahr. In 40 Prozent aller Pflegeheimeinweisungen spielen Stürze eine wesentliche Rolle und sind zu einem hohen Anteil für den Verlust der Selbständigkeit verantwortlich.
Interessierte bitte ich, sich bei uns in der Praxis zu erkundigen. Sie müssen nicht bei uns Patient sein, um teilnehmen zu können. Die Teilnahme ist selbstvertsändlich kostenlos und beinhaltet keine Medikamenteneinnahme.
An einem ertsen Termin (ca 20-30 Min.) wird die Sturzgefährdung der Teilnehmer ermittelt. Dann wird ausgelost, in welchen der teilnehmenden Praxen ein Trainingsprogramm mit den Teilnehmern durchgeführt wird. Erneute Kontrolltermine finden nach 6 Monaten und 2 Jahren statt (jeweil 20 - 30 Min).
Weitere Informationen finden Sie auch hier:
- Information des Bayrischen Staatsministerium für Gesundheit
- Flyer der Organisatoren
- Pressemeldung |
UMZUG UND NEUORGANISATION DER PRAXIS 2009 (Januar 2009)
Seit Januar finden Sie meine kassenärztliche Praxis am Marienplatz
in der Kaufingerstrasse 10, , Tel. 089 - 24 29 45 67 (Anfahrt)
Der Eingang der Praxis ist zu erreichen vom Frauenplatz aus, oder durch die beiden Passagen rechts und links des Donisl in der Weinstraße, und durch die Passage neben Schuh-Deichmann von der Kaufingerstraße aus.
Hier praktiziere ich mit den Kollegen Dr. Dohrenbusch und Frau Dr. Wasner. Sie werden selbstverständlich nur von mir behandelt. Im Notfall und während der Urlaubszeiten können Sie aber auch einen der Kollegen konsultieren.
Diese Praxis steht natürlich allen offen.
Meine Privatpraxis befindet sich seit Januar am Odeonsplatz :
in der Briennerstrasse 3, , Tel. 089 - 22 10 22 (Anfahrt).
Hier praktiziere ich mit Dr. Schmidt-Garve. Hier kann und darf ich alles tun, was ich beherrsche, und zwar für jeden. Neben den hausärztlichen und internistischen Therapien wird hier z.B. auch die Klassische Chinesische Medizin praktiziert.
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